Review EQATEC Analytics

Jeder Website-Betreiber nutzt heute Google Analytics, um Clicks und Nutzerverhalten zu analysieren, aber wenn es um Desktop-Applikationen geht? Da ist oft keinerlei Tracking vorhanden und man tappt im Dunkeln, welche Funktionen von welchen Nutzern wirklich verwendet werden.

EQATEC Analytics ist so ein Werkzeug, welches die Analyse von beliebigen Applikationen (egal ob Web, Mobile oder Desktop) erlaubt. Ich habe die Demoversion davon ausprobiert und möchte etwas darüber berichten.

DEAR EQUATEC TEAM: I would love to receive a profiler license, because I made 30 Points with the Account andreas.kleffel@ipml.de!

Ausprobieren lohnt sich im doppelten Sinne, denn man kann kostenlos von EQUATEC eine Profiler Lizenz erhalten (und deren Profiler ist wirklich gut und wirklich schnell)  und natürlich Erfahrungen mit den Analytics sammeln.

Das Feature-Tracking in eine Applikation einzubauen ist wirklich trivial, denn alles wird gehostet (SaaS) und auf den Servern des Anbieters gespeichert.

Im Code benötigt man im wesentlichen 2 Zeilen

  1. CreateMonitor(“ProductXYZ-Code”)  - natürlich nur 1x beim Start der Anwendung
  2. monitor.TrackFeature(“MyFeatureName”)

Ich finde es persönlich so sehr flexibel, denn so kann man in einer Methode z.B. mehrere Features tracken und dadurch, dass die Features einfach als String übergeben werden, ist man äußerst frei in dem Aufbau einer Methodik. Man sollte sich jedoch Gedanken machen, was für “Features” man trackt. Macht man Funktionen, wie “XYZ-ExportToWord” zum Feature oder sogar bestimmte Aspekte, wie z.B. “Export-Function”.

Ich persönlich bin für eine sehr rigide Feature-Erfassung in strukurierten Formaten (kann auch Excel sein) und würde deshalb dazu tendieren, die Feature-Liste in eine separate Klasse zu packen und die Features dort mittels Konstanten aufzulisten:

monitor.TrackFeature(FeatureList.Feature1)

Die API bietet noch mehr. So kann man z.B. die durchschnittliche Größe von Daten (z.B. einer Datei-Größe) und auch die Performance, d.h. Ausführungszeit einer Methode tracken, aber im wesentlichen ist diese eine “primitive” Methode “TrackFeature” der Grund, warum man sich so einen Application Tracker kauft! Auch wenn es natürlich noch ein paar Zusatzfunktionen, wie Logging, Exception Tracking usw. gibt.

Natürlich lädt der Monitor mit den benutzten Features auch gleich noch ein paar sinnvolle Daten wie IP-Adresse, Betriebssystem und mehr mit hoch (aber es hält sich noch im Rahmen).

Und da kommen wir schon zur Auswertung.

Denn dafür sammelt man ja die Daten. EQATEC hat dazu eine sehr schöne Silverlight-Applikation, die z.B. Google Analytics in keiner Weise nachsteht .

Und da kann man halt in schönen Charts sehen, wie oft Feature A oder Feature B benutzt wird (man kann auch Feature-Gruppen erstellen) oder wie der Anteil der genutzten Versionen usw. ist.

Ich gebe zu, dass ich das am Anfang nur gemacht habe um kostenlos an diesen richtig guten Profiler ranzukommen, aber mich hat das Produkt wirklich durch seine Usabilty überzeugt, denn sowohl die API, als auch das Dashboard ist wirklich intuitiv und macht sogar Spaß!

Übrigens, genau solche Software meine ich in meinem Post über Cloud und Usability.

Nachtrag: KnowMyUsers ist ein leichtgewichtiges Tool von mir höchst selbst, um die Nutzer von .NET Anwendungen zu tracken!