Evaluierung Podio (Social Project Management)

Ich bin gerade viel am Recherchieren und Tools ausprobieren. So intensiv habe ich das glaube ich zuletzt vor 5 Jahren gemacht. Ich habe schon fast vergessen, wie viel Spaß das machen kann!

Unter anderem bin ich auf das Social Collaboration & Project Management Tool Podio gestoßen. Unter anderem auch um zu prüfen, ob es doch bereits irgend etwas gibt, was meine Ideen eines Composite Project System umsetzt. Das tut es nicht, aber dabei bin ich auf den spannenden Ansatz von Social Business Software gestoßen, dazu ein kleines Gespräch auf XING.

Podio

Zunächst ist Podio ein klassisches Project Content und Collaboration Online Tool. In Workspaces kann man Projekte, Tasks und Content anlegen und im Team bearbeiten. Einen Kalender gibt es obendrauf. Dabei gibt es zwei Besonderheiten:

1) “Apps”

Eigentlich kommt Podio per default völlig leer daher. Ein Workspace hat keinerlei Funktionen.

Erst durch das Installieren von Apps erwacht Podio zum Leben. Die “Apps” sind aus Entwicklersicht eigentlich “Entitäten” mit einer automatisch generierten UI, die jedoch sehr umfassend konfiguriert werden kann. So können nicht nur Textfelder, Dropdowns oder Slider eingebaut werden, sondern auch Verweise auf andere Apps (d.h. Entitäten).

Viele Apps sind vorkonfiguriert, können aber auch komplett geändert oder von Grundauf selbst definiert werden.

Somit kann man mit den Apps z.B. Kontaktverwaltung, Leads oder Releases und Bugs abbilden. Soweit ich es gesehen habe, kann man damit keine richtige Geschäftslogik abbilden. Aber dafür, dass man dafür keine Programmierkenntnisse benötigt, ist es doch recht ordentlich und besser als Excel allemal!

2) Social

Eine der Hauptfunktionen ist ein Activity Stream, der einen ähnlich wie bei Twitter nach dem Einloggen in die Anwendung begrüßt. Quelle sind zum einen Änderungen an Objekten, sowie insbesondere Kommentare, die man zu einem Objekt abgibt. Die Kommentare sind an sich nichts Besonderes, aber ich finde dies von der Umsetzung sehr ausgefeilt und gut abgebildet. Zusätzlich kann mann Content auch “Liken”.

Im Idealfall ändert sich die Art der Kommunikation von “Push” zu “Pull”, da man sich nicht mehr ständig E-Mails hin und her schickt, sondern über Kommentare direkt “am Content” miteinander kommuniziert. Diesen Kontext-Bezug finde ich die absolut größte Stärke an dem Tool.

Ob diese Art der Kommunikation dauerhaft wirklich erstrebenswert ist, mag ich nicht beurteilen, aber ich finde die Anwendung durchaus erwähnenswert!