Bewegung in der Datenbanktechnik – VoltDB

Nachdem die Versprechungen der Objekt-relationalen Datenbanken sich nicht erfüllt haben, schienen relationale Datenbanken wieder das Maß der Dinge zu sein und mit guten ORMs kann man sich damit natürlich gut arrangieren.

Nun scheint mir jedoch wieder Bewegung in die Technik zu kommen. Nachdem Graphdatenbanken und Dokumentendatenbanken sich für bestimmte Anwendungsbereiche als sehr nützlich erwiesen haben, kommen auch neue OLTP-DBMS auf den Markt. An dieser Stelle möchte ich VoltDB herausheben:

Merkmale

  • Es handelt sich um eine In-Memory-Datenbank mit ACID- und Recovery-Unterstützung
  • Sie unterstützt Millionen von Transaktionen pro Sekunde auf kostengünstiger Serverhardware
  • Es wird SQL unterstützt
  • Besondere Funktion: “Materialized Views”

Interessanter Weise sind in diesem System keine adhoc-Abfragen mehr möglich. Stattdessen muss jede Abfrage als Stored Procedure abgelegt sein.

Natürlich fehlt bei einer so jungen Technik noch ein reichhaltiges Ökosystem, wie z.B. Codegeneratoren für den Glue Code im Client. Dennoch sollte man VoltDB bei der Konzeption seiner Anwendung in die Überlegungen mit einbeziehen.

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