Vom Wandern gelernt: Levels (Gamification)

Für Quality Spy habe ich bereits länger überlegt, wie man das Programm für Anfänger noch weiter vereinfacht und z.B. Funktionen wie Ergebnis-Schemata oder Testplan-Compilations ggf. ausblendet, um den Fokus der Anfänger zunächst auf die Kernfunktionen zu richten.

Kürzlich ist es mir beim Wandern wie Schuppen von den Augen gefallen. Es gibt  – zumindest in touristisch gut erschlossenen Gebieten – mehrere Schwierigkeitsgrade für Wanderwege, wobei der Grad auf jedem Wegweiser durch Farbcodierung gekennzeichnet ist:

  • Einfache, gut ausgebaute Wege
  • Bergpfade, anstrengend, aber nicht gefährlich
  • Kletterpfade, die nur mit viel Ausdauer und guter Ausrüstung zu bewältigen sind

Ob es sich beim Folgenden noch um Gamification handelt, darüber lässt sich streiten, aber ich sehe durchaus eine Ähnlichkeit zu Levels. Ein markanter Unterschied liegt darin, dass man – theoretisch – jedes Level sofort „starten“ kann, ohne sich vorher „hochzuarbeiten“. Praktisch kommen aber die wenigsten auf die Idee als Anfänger den schwersten Grad zu wählen.

Warum soll man das nicht auch auf Software übertragen können? Die Frage war rhetorisch, denn ich habe es schon getan. Im aktuellen Release von Quality Spy wird man wie folgt begrüßt:

intro

Natürlich muss man diese Zeichen zunächst erklären, ich hoffe es ist so kurz wie möglich (Gamfication-Prinzip: klare Regeln).

Hier nun einige Beispiele für gekennzeichnete Funktionen:

markers1

marker2

Ich erhoffe mir davon den Aspekt, dass ein neuer Nutzer sich einerseits zunächst auf die Basics konzentriert und versucht diese zu verstehen, andererseits „sieht“ er aber auch jederzeit die erweiterten und Expertenfunktionen. Ist das nicht auch eine Verlockung, diese einmal zu probieren? Falls eine Expertenfunktion beim ersten Mal in ihrem Zweck gar nicht so recht verstanden wird, dann führt das hoffentlich zu weniger Enttäuschung, als wenn man als neugieriger Nutzer quer alle Funktionen ohne Level-Markierung ausprobiert.

Das Level ist übrigens unabhängig von der „Bedienschwierigkeit“. Ein STE-File zu erzeugen, ist sicher nicht schwierig (ein Klick, Dateiname, Speichern), aber was man damit macht, ist nicht so leicht erkennbar – ein echtes Experten-Feature eben.

Fazit

Mir gefällt daran besonders gut, dass es extrem einfach umzusetzen ist und dem Nutzer keine zusätzliche mentale Struktur aufbürdet (z.B. Switch zwischen Anfänger und Profi-Modus) und wirklich ein sukzessiver Lerneffekt möglich ist.

Wer es ausprobieren will, findet hier das aktuelle Release von Quality Spy.