Quality Spy – Es geht weiter!

Vor einiger Zeit habe ich den öffentlichen Quality Spy Blog geschlossen. Daraufhin habe ich von vielen Nutzern Rückfragen erhalten, was das genau bedeutet.

Der Blog war ein interessantes Experiment zur absolut öffentlichen Entwicklung. Dort habe ich Ideen und Spezifikationen, Testläufe, Releases und Feature-Dokumentation veröffentlicht. Es hat sich ein riesiger Haufen an Information angesammelt. Vielleicht zu viel. Ich denke, dass viele Interessenten mit der neuen knackigen Website und den darauf verknüpften Whitepapers einen besseren ersten Eindruck und einen guten Einstieg finden können. Für Tiefenbetrachtungen arbeite ich gerade an einem kurzen Buch. Der Blog hatte seine Zeit, aber in der Zukunft wird es eben andere Formate geben.

Neuigkeiten über Releases und neue Features werde ich demnächst direkt in der Anwendung veröffentlichen. Aktuell ist die Kommunikation neuer Features zugegeben eine Schwäche. Daher möchte ich einmal hier einige der neueren Features vorstellen:

  • Einzeltestmodus in Hauptprogramm integriert
  • Einzeltestmodus in Free Edition
  • TFS-Plugin (BETA)
  • HTML-Reports

Einzeltestmodus

Unter “New” hat man nun die Möglichkeit zwischen einem Testprojekt und einem Einzeltest zu wählen:

STE_MainMenu

Im Einzeltest steht die gesamte mächtige Funktionalität der Protokolle zur Verfügung:

STE_Protocol

Für adhoc-Tests kann es interessant sein, einfach auf das Projekt zu verzichten, wenn sowieso kein Testplan benötigt wird.

Und eine klasse Verbesserung ist auch, dass der Einzeltest-Modus nun in der Free Edition enthalten ist. Besonders wenn man z.B. “mal eben” einen externen Partner etwas testen lassen möchte, aber auf die Testprotokolle nicht verzichten möchte, dann kann der Partner nun also den Einzeltest-Modus ohne jegliche Lizenz benutzen. Ein Im/Export in Projekte ist wie gehabt weiterhin möglich.

TFS-Plugin

Lange war es geplant. Nun hat Quality Spy endlich die Unterstützung für Team Foundation Server spendiert bekommen. Einträge aus dem Testprotokoll können als Work Items exportiert werden. Die Integration funktioniert etwas anders als z.B. für den Mantis Bug Tracker.

Nach der Installation muss das Plugin auf der Projektseite konfiguriert werden:

TFS_Plugin

Als “Bug Tracker Plugin Name” muss “TFS” eingetragen werden und dann muss der TFS-Server und das Projekt konfiguriert werden. Die Einstellung gilt je Testprojekt. Da TFS sehr anpassbar ist, muss auch das Work Item Type, was den “Bug” repräsentiert, konfiguriert werden.

Im Testprotokoll wird für einen Eintrag dann einfach im Kontextmenü “Send to bug tracker” gewählt.

SendToTFS

Beschreibung, Bilder und Tags werden alles an den TFS übertragen. Die erste Zeile wird dabei als Titel verwendet.

Wenn man einmal einige Details wie “Gefunden in Version” nachpflegen möchte, so kann man sehr leicht zu dem Work Item im TFS springen:

BugLink

HTML Reports

Wer beim Installieren seiner neuen Quality Spy Version aufmerksam war, hat festgestellt, dass der Setup deutlich kleiner geworden ist. Ist da was schief gelaufen? Nein. Der Grund dafür ist ein völlig neuer Reporting-Mechanismus. In alten Versionen kam eine Reporting-Engine von Microsoft zum Einsatz. Es war schön, dass diese direkt nach Excel und PDF exportieren konnte. Aber mal ehrlich, richtig schön waren die Reports damit nie.

Die neuen Reports basieren auf HTML und können entweder gedruckt oder als einzelne HTML-Datei gespeichert werden:

Reports

Es kann nun auch schön gefiltert werden, was als Bericht ausgegeben werden soll. Einige Berichte sind auch vollkommen neu, andere wie die Protokollausgabe sind deutlich verbessert. So werden beispielsweise Screenshots im Protokoll im Druck automatisch auf Seitenbreite skaliert. Am Ende kommt also auch eine Dokumentation heraus, die man auch auf Papier sehr gut lesen kann.

Einziger Nachteil: wenn man ein PDF erzeugen möchte, dann muss man einen PDF-Drucker installieren. Aber da gibt es hervorragende kostenlose Tools wie z.B. Bullzip.